Seminar

Vom Garten auf den Teller – Fermentieren als Umweltbildung (Seminar | Unterschwaningen)

Vom Garten auf den Teller – Fermentieren als Umweltbildung

Auch die Fermentierkurse am 22. September und 6. Oktober 2026 erweitern das Bildungsangebot des Botanischen Gartens Dennenlohe um einen wichtigen Aspekt: die Frage, wie wir Pflanzen nutzen, verarbeiten und Lebensmittel auf natürliche Weise haltbar machen können.

Beim Fermentieren lernen die Teilnehmer nicht nur eine traditionelle Methode der Lebensmittelverarbeitung kennen. Der Kurs macht unmittelbar erfahrbar, was nach der Ernte mit pflanzlichen Lebensmitteln geschieht und welche Rolle Mikroorganismen bei ihrer Verarbeitung und Haltbarmachung spielen.

Damit spannt sich der Bogen von der lebenden Pflanze über ihre Nutzung durch den Menschen bis hin zur nachhaltigen Verarbeitung von Lebensmitteln.

Gerade diese Verbindung gehört zu einem zeitgemäßen Verständnis botanischer Bildungsarbeit: Ein Botanischer Garten vermittelt nicht nur, wie Pflanzen heißen und wo sie wachsen, sondern auch, welche Bedeutung sie für Ernährung und Alltag haben und wie pflanzliche Ressourcen verantwortungsvoll genutzt werden können.

Fermentation ist dafür ein besonders anschauliches Beispiel. Gemüse kann durch einen natürlichen biologischen Prozess haltbar gemacht und weiterverarbeitet werden. Gleichzeitig vermittelt der Kurs Wissen über die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Mikroorganismen und knüpft damit an ökologische und biologische Zusammenhänge an.

Der Fermentierkurs ergänzt so die anderen Dennenloher Bildungsangebote auf ideale Weise: Bei der Kräuterführunggeht es um das Erkennen und die Verwendung von Pflanzen, beim Trüffelsuchkurs um das Zusammenspiel von Pilzen, Böden und Bäumen – und beim Fermentierkurs darum, wie pflanzliche Lebensmittel mithilfe natürlicher Prozesse verarbeitet und erhalten werden können.

So entsteht ein Bildungsangebot, das Pflanzen nicht isoliert betrachtet, sondern ihre Bedeutung im gesamten Lebenszusammenhang vermittelt:

Von der Pflanze im Garten über ökologische Zusammenhänge bis zur nachhaltigen Nutzung durch den Menschen.

Sie wollten immer schon mal fermentieren lernen? 
Am 22. September & 6. Oktober können Sie das mit Kerstin Wittmann im Marstall Wirsthaus.

Beim Fermentieren wird das Lebensmittel in eine Salzlake gelegt und in einem Behälter luftdicht verschlossen. Dadurch wird das Fermentieren in den Gang gesetzt, währenddessen natürliche Bakterien den Zucker und die Stärke aus dem Gemüse in Milchsäure umwandeln. Es entstehen gesunde Nährstoffe wie Probiotika. Deshalb sind Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi oder auch Kefir dafür bekannt, unsere Gesundheit und die Darmgesundheit zu fördern.
Darmgesundheit nimmt immer mehr eine zentrale Rolle in der Forschung ein. Aufgrund des westlichen Lebensstils und weiteren Umweltfaktoren, verzeichnet man einen Zustieg an Erkrankungen, die den Verdauungstrakt betreffen, die unter anderem auf die Dysbalance der Darmflora zurückzuführen sind. Daher sollte der Fokus auf die Ernährung gelegt werden, um diese Balance wieder herzustellen. Dabei schaffen fermentierte Lebensmittel Abhilfe, denn sie liefern probiotische Bakterien, die das Wachstum unserer positiven Bakterien fördern. Auch enthalten fermentierte Lebensmittel Ballaststoffe, die die Darmtätigkeit anregen, und Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe. Das steht im direkten Zusammenhang mit unserem Immunsystem, denn 80% der Immunzellen sitzen in unserem Darm. Geht es also unserem Darm gut, profitiert auch das Immunsystem davon.

Daß die Darmflora auch einen Einfluss auf unser Gewicht hat, ist bekannt. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, so kann auch zunehmend Heißhunger und Appetit auf Süßes entstehen. Denn die Darmbakterien haben nicht nur die Aufgabe Lebensmittel zu verwerten, sondern sie sind auch an hormonellen Vorgängen im Körper beteiligt und können das Hungergefühl steuern. Dadurch, dass die fermentierten Lebensmittel die Balance der Darmflora fördern, wird auch der Appetit reguliert.

Die Anmeldung der Teilnehmer läuft über Kerstin Wittmann, Anmeldung bittte per Whats-app:

0176 56878505

Kursgebühr  45,00 Euro inklusive Handout, Verkostung und Materialkosten für 3-4 Gläser Kimchi/Sauerkraut. 16-18.30 Uhr

Eventdatum: Dienstag, 22. September 2026 16:00 – 18:30

Eventort: Unterschwaningen

Firmenkontakt und Herausgeber der Eventbeschreibung:

Freiherrliche Schloss- und Gartenverwaltung Dennenlohe
Dennenlohe 1
91743 Unterschwaningen
Telefon: +49 (9836) 96888
Telefax: +49 (9836) 96889
http://www.dennenlohe.de

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